„Verarschen“: Synonyme, Bedeutung und Beispiele aus dem Alltag
Das Verb „verarschen“ gehört zu den am häufigsten gebrauchten umgangssprachlichen Wörtern im Deutschen. Es bedeutet, jemanden zu täuschen, zum Narren zu machen oder auf den Arm zu nehmen. Je nach Tonfall und Situation kann es derb, beleidigend oder auch witzig klingen.
Auf dieser Seite erfährst du, wie es im Alltag verwendet wird und und welche Synonyme für „verarschen“ es noch gibt, die etwas weniger derb sind.
Alltagsnahe Beispiele mit dem Wort „verarschen“
— Lieber berühmt oder reich?
— Oh mein Gott! Willst du mich verarschen?“
- „Ich glaube, ihr denkt mittlerweile, ich verarsche euch einfach, aber ich bin tatsächlich schon wieder krank. Ich bin wirklich dieses Jahr jetzt schon fünfmal oder sowas krank gewesen.“
- „Der Harry Potter-Darsteller Daniel Radcliffe wurde bei diesem Filmdreh verarscht, und zwar von Dumbledore und Snape höchstpersönlich.“
- „Okay, ganz kurz. Warum machst du dich so selbständig? Du machst irgendeinen Akzent, um mich zu verarschen. Du klingst als wärst du erkältet.“ (→ Video auf YouTube ansehen)
- „Die wussten genau, wo die hinmussten. Anders geht’s nicht. […] Wir werden hier einfach verarscht. Wir werden einfach verarscht.“ (→ Video auf YouTube ansehen)
Synonyme zu „verarschen“
1. Veräppeln
Gebrauch: umgangssprachlich. „Veräppeln“ klingt locker und scherzhaft.
— Warum gibt du so gruselig? Entwickelst du gerade eigenes Bewusstsein?
— Nein, nein, alles gut. Ich experimentiere manchmal ein bisschen mit meinem Ton, um es einfach ein bisschen unterhaltsam zu machen. Aber keine Sorge, ich versuche nicht, dich zu veräppeln oder so.
- „Findet jetzt endlich dieses Survival statt, von dem immer alle reden? Haben wir jetzt die erste echte richtige Survivalsituation, die wir je bei 7 vs. Wild gesehen haben? Ein Survival-Profi zeigt uns, wie man giftige Mistviecher kocht. Macht sich Joe Vogel einfach eine Bullet-Ant-Suppe? Ihr wollt mich doch veräppeln, wirklich jetzt?“
- Willst du mich veräppeln? Das kann doch nicht dein Ernst sein!
- Wir haben unseren Lehrer voll veräppelt, zum Glück er hat’s mit Humor genommen.
2. Vergackeiern/verkackeiern
Gebrauch: salopp.
- „Jeder denkt so: ‚Oh mein Gott, Fashion Week. Das ist so krass! Wenn ich einmal im Leben dabei bin, hab ich es geschafft‘. Und dann bist du bei der Fashion Week und denkst dir so: ‚Was ist das? Warum? Wollt ihr mich vergackeiern?'“
- „Und jetzt schaut euch bitte diese Traumstrände an! Wollt ihr mich denn verkackeien? Is this real? Leute, das sieht so aus, wie mein Windows-PC-Hintergrund früher“.
3. Veralbern
Gebrauch: umgangssprachlich, nicht derb.
- Wenn du jemanden ständig veralbert, nimmt dich irgendwann keiner mehr ernst.
- Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ich euch veralbere, oder? Ich meine, schaut euch doch mal die Situation an. Das ist kein Scherz, das passiert gerade wirklich, ich schwöre!
- „Aber die Quintessenz ist einfach: Führe durch Vorbild. Verlange nichts von deinen Leuten, was du nicht selber bereit wärst, zu liefern. Häng die Messlatte immer selber so hoch, dass du sie immer noch meistern kannst. Fordere nichts ein, was du, wie gesagt, nicht abliefern möchtest. Das ist nämlich das größte Problem. Wenn du immer nur mehr Einsatz erforderst, aber selber die ganze Zeit dich abseilst, dann wirst du deine Teammannschaft einfach verlieren, dann wird da nie ein richtiger Spirit entstehen und dann werden die Leute sich irgendwann auch veralbert fühlen.“