(Jemandem) den Wind aus den Segeln nehmen
Tom hat sich auf eine hitzige Diskussion vorbereitet. Er hat Argumente gesammelt und war bereit, sich zu verteidigen. Doch als er spricht, bleibt sein Gegenüber ruhig, zeigt Verständnis und stimmt ihm sogar teilweise zu. Tom ist überrascht. Ihm wird der Wind aus den Segeln genommen.

Bedeutung hinter der Redewendung
Jemandem den Grund oder die Motivation für Kritik, Streit oder Widerstand wegnehmen.
Wenn du jemandem den Wind aus den Segeln nimmst, sagst du etwas, sodass die andere Person nicht mehr weiter streiten, schimpfen und dich angreifen kann.
Beispiele aus dem Alltag
- Sie hat mir vorgeworfen, ich würde nie helfen, und ich hab ihr dann die Liste gezeigt, was ich alles gemacht hab. Da war der Wind aus den Segeln.
- Seine Kritik hat ihr den Wind aus den Segeln genommen. Sie wusste nicht mehr, was sie antworten sollte.
- „Wenn dir zum Beispiel jemand vorwirft: ‚Also, dein Vortrag, der war irgendwie ziemlich unverständlich‘, dann empfehle ich dir, die Technik des Gegenangriffs zu verwenden und ganz verwundert zu kontern: ‚Dann fehlt dir wohl das nötige Intellekt für ein tieferes Verständnis.‘ So nimmst du dem Argument komplett den Wind aus den Segeln.“