(Etwas) an den Tag legen

Tom arbeitet seit Wochen an einem Projekt. Obwohl die Aufgaben komplex sind und die Zeit drängt, bleibt er ruhig und unterstützt andere. Später sagt seine Kollegin: „Tom hat wirklich viel Geduld und Motivation an den Tag gelegt.“

Illustration der Redewendung "an den Tag legen"

Bedeutung

Etwas zeigen, offenbaren, sichtbar werden lassen (in Bezug auf Emotionen, eine bestimmte Haltung, Einstellung).

Wenn du zum Beispiel Empathie an den Tag legst, zeigst du, dass du mitfühlend bist und die Gefühle anderer verstehst.

Wenn du Geduld an den Tag legst, zeigst du, dass du geduldig bist.

Beispiele

  • Er legt viel Humor an den Tag, sogar in stressigen Situationen.
  • Der neue Kollege legt richtig Engagement an den Tag, das merkt man sofort.
  • Er legt in letzter Zeit eine Motivation an den Tag, die man vorher nie bei ihm gesehen hat. Er steht früh auf, arbeitet konzentriert und wirkt, als hätte er endlich seinen Rhythmus gefunden.
  • Sie hat bei dem Projekt echt Geduld an den Tag gelegt. Ich wäre schon nach zwei Tagen durchgedreht.
  • „Mit 40% viel entscheidender ist deine emotionale Intelligenz, also die Fähigkeit , ob du dich gut ins Team einfügst und eine gewisse Empathie an den Tag legst.“

  • „Ich habe ADHS. Und mein Therapeut meinte, wir sollten das mal untersuchen. ADHS ist ja keine Krankheit. Das ist Blödsinn […] Das ist vor allen Dingen so ein kleiner Dopaminmangel, der einen dazu führt, dass man Verhaltensweisen an den Tag legt, die für die Leute so ein bisschen anstrengend sind.“
Torsten Sträter spricht mit Bettina Böttinger über ADHS und wie er damit inzwischen gut leben kann.

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